IIASA

Doskozil oder Das Wesentliche im Blick

Es spricht Herr Doszkozil zu einer Zeitung. Er sagt, seine Partei, die sozialdemokratische, mit der, so will es ein Lied, die neue Zeit ziehe, diese Partei dürfe sich nicht auf einen grünen Fundikurs begeben und dem Klimawandel und seinen Folgen zu viel Raum einräumen. Denn die Frage unserer Zeit, meint Hans Peter Doskozil, das sei die Frage der Migration.

Die Zukunft vor Augen und Angst im Gemüt? ©Alexandra Gorn / unsplash.com

Die Zukunft vor Augen und Angst im Gemüt?
©Alexandra Gorn / unsplash.com

Vier Seiten widmet seine Partei dem Klimawandel in ihrem neuen Parteiprogramm. Drei der Migration – an denen hat Herr Doskozil mitgearbeitet. Viel ist ihm wohl nicht eingefallen. Aber das ist polemisch.

Statt dessen ein Blick auf Fakten:

Die Menschheit sieht sich gegenwärtig drei großen Themen gegenüber, die, jedes für sich genommen, ein neues Zeitalter einläuten könnten. Die, in der Parallelität ihres Auftretens und Wirksamwerdens, tatsächlich ein neues Zeitalter einläuten. Klimawandel, Digitalisierung und Gentechnik stellen im Grunde genommen alles in Frage, was wir, was die Menschheit bisher als sicher und gegeben genommen hat.

Der Klimawandel findet statt. Dass er zu einem Gutteil durch den Menschen und seine Industrien, seinen Lebenswandel mitgetragen wird, das steht außer Frage. Ihn zu stoppen, das gelingt nicht mehr. Was noch getan werden kann, ist ihn einzuhegen. Resilienz zu entwickeln.

Die Digitalisierung ist mehr als nur Industrie 4.0, Alexa, Siri und autonome Fahrzeuge. Sie kann das Wissen und Zusammenwirken der Menschen auf diesem Globus grundlegend verändern. Sie kann freilich auch im Gegenteil das selbstständige Denken minimieren.

Und die Gentechnik schließlich ermöglicht uns nicht nur neue Therapien und präzisere Züchtungen, sie verschafft uns einen radikal neuen Blick auf uns als Menschen.

Neue Blickwinkel tauchen auf. © Manuel Meurisse / unsplash.com

Neue Blickwinkel tauchen auf.
© Manuel Meurisse / unsplash.com

Das ist nichts Neues. Das ist schon bekannt.

Es liegt vor uns allen ein unermesslich großer Raum der Möglichkeiten. Und was noch besser ist, wir verfügen über das Wissen, die Techniken und Technologien, über Mittel und Wege, die Möglichkeiten zu nutzen. Nie zuvor in der Geschichte der Menschheit waren uns so viele, so gute und so wirksame Instrumente gegeben, unsere Zukunft maßgeblich zu gestalten, wie heute.

Freilich, es wird eine andere Welt sein als jene, in der wir derzeit leben, als jene, an die wir uns erinnern (oder zu erinnern vermeinen).

Mehr noch, ein neues Kapitel aufzuschlagen, erfordert Mut.

Noch mehr Mut, wenn diese Möglichkeiten wohl erahnt und wahrgenommen, indes auf breiter Front ignoriert werden. Als sie die bestehende Ordnung der Dinge in Frage stellen.

Die bestehende Ordnung der Dinge wird auch durch die Migration in Frage gestellt. Sie ist ein Faktum. Sie findet statt. Sie wird immer und immer wieder Wege finden, die Zäune, Gräben, Mauern und Barrieren zu überwinden, die gegen sie in die Landschaften und in die Köpfe der Menschen gesetzt werden.

Migranten sind sichtbar. Klimawandel, Digitalisierung und Genetik kaum. © Pierrick van Troost / unsplash.com

Migranten sind sichtbar. Klimawandel, Digitalisierung und Genetik kaum.
© Pierrick van Troost / unsplash.com

Die Migration und ihre höchst emotionale Wahrnehmung, sie lenken ab, von den drei wirklich großen Themen. Sie stellt sie gleichsam in den Schatten, wo sie vermeintlich noch ein wenig länger ignoriert werden können. Jeder Migrant, jede Migrantin ist sichtbar, hat ein Gesicht, ist identifizierbar. Ganz im Gegensatz zu Klimawandel, Digitalisierung und genetischer Modifikation. Diese drei verbleiben immer noch – all ihrer Allgegenwart zum Trotz – gesichtslos.

Nicht die Migranten. Sie sind greifbar. Sie werden solcherart einfach und schnell und weil es unserem kurzem Denken entgegenkommt zu Sündenböcken. Verknüpft mit dem (unausgesprochenen) Versprechen, wären sie gebannt, würde alles wieder so wie es einmal gewesen war.

Damit lässt sich Politik machen. Damit wird Politik gemacht. In Washington DC ebenso wie in Großbritannien, in Rom wie im Berliner Bundestag, in Österreich wie in Eisenstadt. Was Wahlerfolge betrifft, erfolgreich. Kurzfristig.

Es spricht Herr Kabat zu einer Zeitung. Und Pavel Kabat, Klimaexperte und bis 1. September noch Generaldirektor des Instituts für Angewandte Systemanalyse (IIASA), hat in der „Wiener Zeitung“ in Belangen des Klimawandels eine gute Botschaft zu verkünden: „Aber sicher ist es noch nicht zu spät. Und es gibt ein ungeheures Potential für Innovationen. Wir haben die Gelegenheit, etwas wie 1850 in Manchester zu wiederholen und eine neue Industrierevolution zu starten hin zur CO2-freien Produktion. Wir müssen uns nur von den Bedrohungsszenarien abwenden und uns Boom-Szenarien zuwenden: Der Klimawandel ist ein tolles Geschäft, wir könnten reich werden. Die Lösungen gibt es schon.“

Kabat und das IIASA weisen seit Jahren auf alle diese Möglichkeiten hin. Sie liefern der Politik eine neue, eine große, eine durchaus optimistische Erzählung. Wenn die Politik sie denn nur aufgriffe.

Es mag sein, dass konservative Parteien mit einer so ganz und gar anderen Zukunft ihre Probleme haben; es ist sicher so, dass Parteien, deren Sinn und Zweck vor allem darin besteht, die Emotionen des „Wir gegen sie“ zu schüren, sich ihr Geschäft davon nicht stören lassen wollen. Wenn freilich Sozialdemokraten und Liberalen, denen an sich mehr Zukunftszugewandtheit zugeschrieben wird, Kabats Optimismus in Belangen Klimawandel, oder jenen eines Giulio Superti-Furga vom CeMM in Sachen Genetik, oder die grandiosen Szenarien eines Jeffrey Schnapp vom metLAB at Harvard in Belangen der Digital Humanities nicht nur nicht geläufig sind, sondern sie als unwesentlich angesichts der Migration abtun, dann schaffen sie sich ab.

Mit wem zieht die neue Zeit? © Chris Roe / unsplash.com

Mit wem zieht die neue Zeit?
© Chris Roe / unsplash.com

Wesentlich ist nicht notwendigerweise die momentan herrschende Schlagzeile, wesentlich ist es, Themen zu erkennen, sie zu besetzen und zu argumentieren. Zumal, wenn sie so grundlegende Auswirkungen auf die Gesellschaft haben, wie eben dieser Dreiklang. Das ist der Wettstreit der Ideen und Visionen.

Herr Doskozil freilich hat eine Wahl vor sich, im Burgenland. Da will er nicht stören. Er will sich nur ein wenig profilieren. Die neue Zeit, mit ihm zieht sie nicht. So nicht. (fksk)

Klima, Krieg und Katastrophen

Der syrische Bürgerkrieg, eine Folge des Klimawandels. So lässt sich US-Präsident Barack Obama vernehmen, so stellt es die wahlkämpfende Hillary Clinton in den Raum. Vor einem Jahr taucht die These erstmals auf. Ihr Autor ist Colin Kelley von der University of California.

© Jacob Valerio/Unsplash

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Kurz gefasst bezieht sich Kelley, und beziehen sich nach ihm andere Klimaforscher und nun eben auch die Politik, auf die Dürre der Jahre 2005 bis 2010, die als die längste, als die schlimmste Dürre gilt, die je in Syrien geherrscht hat. Zumindest seit es Aufzeichnungen zum Wettergeschehen gibt.

Die Auswirkungen, so Kelley & Co: Ernten fielen aus. Bauern fielen ins Elend. Teuerung und Mangel gingen Hand in Hand. Die Elendsquartiere in den Metropolen des Landes wuchsen an. Die Folge: Aufstand und Unruhe. Ein Land zerrissen in Fronten, aufgeteilt zwischen einander bekämpfender Soldateska und Terrormilizen. Millionen Flüchtlinge innerhalb Syriens, in den Nachbarländern, in Europa.

Klimaflüchtlinge, sagen die Klimaforscher rund um Colin Kelley, sagen US-Politiker. Und prognostizieren noch weitaus Schlimmeres, da Syrien eigentlich erst der Auftakt ist, die Overture zu einem Verteilungskampf von wahrhaft globalem Ausmaß. Die Zukunft – ein Schreckensbild.

© Splinter Suidman/Unsplash

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Halt. Stopp.

Da war noch etwas anderes. 2011 setzt sich von Tunesien ausgehend der „Arabische Frühling“ in Gang. Eine Revolution, die Ägypten erfasst und Libyen, die für Unruhen in Qatar sorgt, für eine Welle von Umstürzen, die alsbald, wie so viele Revolutionen im Laufe der Geschichte, fürs Erste scheitern, in einem Blutbad untergehen und alle Hoffnungen enttäuschen.

Syrien ist zu diesem Zeitpunkt nicht nur von einer Dürre historischen Ausmaßes getroffen. Syrien liegt inmitten des nahöstlichen Spannungsfeldes. Einerseits im steten (kalten) Krieg mit Israel, betroffen vom Bürgerkrieg im benachbarten Irak, in Konkurrenz zur machtbewusst aufstrebenden Türkei, andererseits seit Jahrzehnten schon mit der Sprengkraft fundamentalistischer sunnitischer Strömungen, nun ja, vertraut. 1982 schlagen die syrischen Streitkräfte Hafis al-Assads einen Aufstand der Muslimbrüder in Hama nieder. Die Opferzahlen werden auf bis zu 30.000 Menschen geschätzt. Die letzten Inhaftierten des Aufstands werden im November 2000 vom frischberufenen Präsidenten Baschar al-Assad amnestiert und aus den Gefängnissen entlassen.

Damals, nach dem Tod des langzeitherrschenden Vaters, herrscht Optimismus in Syrien. Der Sohn lockert hier die Zügel, amnestiert dort ein wenig. Er wird in einem Atemzug mit Abdullah von Jordanien genannt und mit Mohammed von Marokko. Die junge Garde, die, westlich orientiert und ausgebildet, für Reformen sorgen wird, für ein neues Klima in der arabischen Welt.

Von 2001 bis 2002 dauert der Damaszener Frühling. Ein kurzes, hoffnungsvolles Jahr. Dann folgt unvermittelt der Damaszener Winter, als Reaktion auf die immer unverhohlener vorgetragenen Reformwünsche der Bevölkerung, mit Schauprozessen und einer Rücknahme der bisher erfolgten Reformen.

© Darell Chadock/Unsplash

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Mag nun auch von Frühling und Winter die Rede sein, aber alles das lassen die Proponenten der These vom ersten Klimakrieg und von den Klimaflüchtlingen außer Acht.

Dass die Dürre Auswirkungen auf das soziale Leben in Syrien hatte, davon kann mit Fug und Recht ausgegangen werden. Mehr Auswirkungen hatten indes die Flüchtlingsströme aus dem Irak, die nach Syrien gelangten, die die Infrastruktur des Landes noch mehr belasteten. Auswirkungen hat vor allem der frühe Verlauf des „Arabischen Frühlings“, der Sturz Mubaraks, das Ende Ghaddafis im Straßengraben – die Revolution als Künderin einer besseren Zukunft. Das lassen Kelley et. al. außer Acht.

Dito die Frage, weswegen die Dürre nur auf Syrien derart katastrophale Auswirkungen gehabt haben soll, nicht aber auf die anderen Länder der Region? Was ist mit Jordanien? Was mit Libanon? Beides Staaten an den Grenzen ihrer Belastbarkeit in jeder Hinsicht, volatil-fragile Gebilde, die dennoch bisher erstaunlich stabil geblieben sind.

Schon machen noch schlimmere Szenarien die Runde. Von bis zu einer halben Milliarde Menschen auf der Flucht vor den Folgen der globalen Erwärmung ist zu lesen und zu hören. Menschen, die sich aus dem ungleich stärker betroffenen Süden nach dem Norden wenden werden, auf der Suche nach besseren Lebensbedingungen.

© Tyler Barnes/Unsplash

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Zeit, einen Schritt oder zwei zurück zu machen.

Unbestritten ist, der Klimawandel wird zu einem Mehr an Wetterextremen führen.

Unbestritten ist, dass die Menschheit weltweit von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein wird. Und unbestritten ist, dass der Nahe Osten so wie große Teile Afrikas ungleich stärker davon betroffen sein werden als Europa oder die USA.

Man könnte auch sagen, dass jene Staaten, die über ein Mindestmaß an Infrastruktur, an einem sozialen Netz, an Bildungseinrichtungen, an einer innovationsgetriebenen Wirtschaft besser mit den Folgen werden umgehen können als das Gros der Schwellenländer. Sie werden sie besser abfedern können.

Unbestritten ist freilich auch, dass in den USA der Klimawandel nach wie vor von maßgeblichen Teilen der Politik mit geradezu religiösem Eifer rundheraus in Abrede gestellt wird.

Sohin ergibt sich ein etwas anderes Bild. Indem US-Forscher und Politiker dem Klimawandel eine zusätzliche, außen- und sicherheitspolitische Dimension verleihen, haben sie die Chance, innenpolitisch endlich wahrgenommen zu werden. Frei nach dem Motto: Schenkt ihr der reinen Faktenlage keinen Glauben, dann bewirken Dystopien vielleicht ein Umdenken.

Politisch mag das als ein probates Mittel gelten. Wenigstens auf kurze Sicht und um das Faktum eines Wandels in der Gesellschaft zu verankern.

Mittel- und langfristig ist es indes höchst fragwürdig. Indem ein apokalyptisches Bild entworfen wird, wird eine Unausweichlichkeit insinuiert, der man nichts entgegensetzen kann.

© Bhavyesh Acharya/Unsplash

© Bhavyesh Acharya/Unsplash

Doch gerade den Folgen des Klimawandels lässt sich entgegenwirken. Das Wissen, die Technologien, die Instrumentarien sind vorhanden. Vor knapp einem Jahr hat der schwedische Forscher Johan Rockström sie im Rahmen eines vom IIASA und dem Forum Alpbach veranstalteten Vortrags in Wien dargelegt. Das wäre, das ist im Grunde die Aufgabe der Wissenschaft, Fragen zu beantworten, Lösungswege zu skizzieren, das Mögliche ersichtlich zu machen. Darauf sollte die Politik Bezug nehmen. Nicht auf die Apokalypse. (fvk)

Und noch ein Videotipp: „In Damascus“ von Waref Abu Quba: Sehenswert.

Klimakonferenz: Die machbaren Schritte

Road to Paris © Geoffrey Arduini

Road to Paris © Geoffrey Arduini

Paris und kein Ende. Es ist, als hätte die französische Hauptstadt heuer das Monopol auf Schreckensnachrichten gepachtet. Als wären die Terroranschläge nicht schrecklich genug, verlauten auch vom „Klimagipfel“ ausschließlich düstere und noch düstere Prognosen in Sachen Globaler Erwärmung.

In der FAZ resümiert Ulf von Rauchhaupt „Das wird nichts mehr“ und meint, nur noch ein Wunder könne uns jetzt noch retten. The Atlantic vermerkt „Earth´s Atmosphere Just Crossed an Epochal Threshold“ und allgemein verlautet, dass dem wärmsten Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen 1880 noch viele weitere, noch viel heißere folgen werden. Entsprechende Verwerfungen inklusive. Eine davon: Bürgerkriege. So ist derzeit die These, der Krieg in Syrien sei durch eine vierjährige Dürre ausgelöst worden durchaus populär und hat im ewigen britischen Thronfolger Prince Charles einen prominenten Verstärker. Gleichzeitig erstickt Bejing im Smog.

Untergangsstimmung allerorten.

Zu Unrecht.

Sicher, stoppen lässt sich der Klimawandel nicht so einfach und schon gar nicht von heute auf morgen. Retten wird man das Klima auch nicht können. Wohl aber darauf einwirken.

Darauf sollte man sich konzentrieren. Auf die machbaren Schritte. Denn die gibt es.

Eine machbare Lösung: Öffentlicher Verkehr und E-Mobility © Wiener Linien/Peter Strobl

Eine machbare Lösung: Öffentlicher Verkehr und E-Mobility © Wiener Linien/Peter Strobl

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit hat eine internationale Gruppe von Forschern (darunter David McCollum vom IIASA) in Science eine neue Studie veröffentlicht, die die Richtung weist. Bis 2050 können allein im Bereich des Verkehrs die CO2-Emissionen um die Hälfte verringert werden. Einsparungen dieser Größenordnung zögen einen effizienteren Treibstoffverbrauch nach sich, ebenso eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in Städten sowie ein deutlicher Zuwachs von elektrisch getriebenen Autos.

Momentan trägt der Verkehr zu 23 Prozent, fast einem Viertel, zu den weltweiten CO2-Emissionen bei. Die Experten des IPCC rechnen aufgrund der Entwicklung in China, Indien und Südost-Asien mit einer Verdoppelung des Ausstoßes bis 2050.

Für den Science-Artikel haben die Forscher zum einen den fünften Assessment Report des IPCC herangezogen und mit neuen und detailierteren Daten zum Mobilitätsverhalten der Menschen kombiniert.

Lead-Autor Felix Creutzig (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change, MCC) erklärt „Elektromobilität im großen Stil und Umfang kann maßgeblich zur einer Reduktion der Emissionen um 50 Prozent bis 2050 beitragen.“ Denn „Effizienzsteigerungen allein bei den konventionellen Motoren sind nur schwer zu erreichen.“ Die einzige Option verbleibt der Umstieg auf CO2-neutrale Antriebe. Dank sinkender Kosten für Batterien und dem zusätzlichen Angebot brennstoffzellenbetriebener Autos eine realistische Option.

David McCollum vom IIASA hat für die Studie Elektromobilität, städtischen Verkehr und Verhaltensänderungen untersucht. „Übernehmen wir die Best-Practice-Beispiele, die wir weltweit finden, können wir das vorhandene Einsparungspotential deutlich besser nutzen“, so McCollum. Freilich: „Geht es darum, den Verkehrssektor tatsächlich in Richtung Klimaschutz zu verändern, dann haben sich die politisch Verantwortlichen weltweit sehr zurückhaltend gezeigt.“ (fvk)